Posted by Viola | Posted in Audio | Posted on 16-11-2011
Schlagwörter: Biographie, David Seymour, Dokumentarfilme, Fotografie, George Rodger, Henri Cartier-Bresson, Magnum Photos, Malerei, Regisseur, Résistance, Robert Capa, Schauspieler, Zeichner
Henri Cartier-Bresson ist vor allem als Fotograf bekannt geworden. Weiter war er noch Regisseur, Schauspieler, Zeichner, Maler und auch Mitbegründer von Magnum Photos, einer Fotoagentur. Er wurde 1908 in Chanteloup-en-Brie, einem kleinen Ort bei Paris geboren. Er wuchs in einer wohlhabenden Familie auf. Im Alter von 14 Jahren begann er in Paris ein Studium der Malerei, wendete sich aber 1930 der Fotografie zu. In Zeitschriften und sogar in Ausstellungen konnte er Aufnahmen von seinen vielen Reisen vorstellen. 1937 bis 1938 arbeitete er bei Jean Renoir als Regieassisten bei drei Filmen mit und drehte außerdem drei eigene Dokumentarfilme. Zwei Jahre später geriet der junge Künstler für fast drei Jahre in deutsche Kriegsgefangenschaft. Letztendlich gelang sein dritter Fluchtversuch und er konnte nach Paris gelangen und sich dort einer Fotografengruppe der Résistance anschließen. So entstanden viele Aufnahmen von der Zeit der deutschen Besatzung Frankreichs und dann auch vom deutschen Rückzug.
1947 fand in New York im Museum of Modern Art eine posthume Retrospektive auf sein Werk statt, man hatte fälschlicherweise angenommen, der Fotograf sei im Krieg gefallen. Mit Robert Capa. David Seymour und George Rodger gründete er im selben Jahr die Agentur Magnum Photos, mit dem Ziel, dass Fotografen die Rechte an ihren Arbeiten behalten könnten.
Seine fotografische Arbeit bezeichnete er als “Fotografie des entscheidenden Augenblicks”. Blitzlicht lehnte er ab, sonst werde der Fotograf nämlich zu aggressiv, er müsse sich aber leise dem Motiv nähern und genau hinschauen. Außerdem war im Bildkomposition sehr wichtig. Sie durfte auch nie im Nachhinein in der Entwicklung der Negative beschnitten werden. Er war der erste Fotograf, der im Louvre austellen durfte. Er machte viele Reisen durch Europa und zum Beispiel auch nach Mexico, Pakistan, Kuba und Indonesien und war außerdem 1954 der erste ausländische Fotograf, der in die Sowjetunion einreisen durfte.
1972 verließ Cartier-Bresson die professionelle Fotografie und widmete sich dem Zeichnen. Im der von ihm und seiner Frau gegründeten Fondation Henri Cartier-Bresson werden seine Werke ausgestellt und archiviert.