Ausstellung über Fotobücher in der Schweiz

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Posted by Viola | Posted in Fotografie | Posted on 18-11-2011

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Analoge Fotogrtafie © FM2 - Fotolia.com

Analoge Fotogrtafie © FM2 - Fotolia.com

Als man selbst noch klein war und sich die Fotos aus dem vergangenen Sommerurlaub anschauen wollte, hörte man die Mutter im Hintergrund appelieren, dass man “ja nicht auf den Fotos herumtatschen solle”. Viel zu wertvoll waren die Fotos und Erinnerungen daran, als das ein verwischter Farbstrich der Liebe Abbruch hätte tun können. In der Zeit, in dem die Handtaschen von immer größer werden Multifunktionsgeräten – ob Handy, Kamera oder MP3-Player – beherrscht werden, werden Fotos immer seltener. Nicht gemeint sind damit die farbigen Pixel auf dem jeweiligen Display des jeweiligen Gerätes, sondern richtige, auf Fotopapier ausgedruckte, Fotos.

Das Fotomusuem im schweizerischen Winterthur zeigt nun eine Ausstellung, die Fotobücher präsentiert. Dabei finden sich so manche Relikte der frühen Neuzeit wieder, deren Geschichte reicht nämlich von 1927 bis heute. Damals wurde jedes Foto noch deswegen gemacht, weil man sich erinnern wollte, man wollte die Fotos verbreiten. Heute werden sie mehr und mehr zu Kunstwerken, weil digitale Geräte Fotos aus unseren Schränken verbannen und auf den heimischen PC laden, schließlich möchte man mit jedem und allem im sozialen Netzwerk den letzten Urlaub mit den Fotos “teilen”.

Die Ausstellung jedenfalls zeigt nicht etwa Fotos, sondern Fotobücher. Zur Erinnerung: Damals wurde noch auf Papier gedruckt, sehr gutes sogar. Sehr oft war das Fotoalbum dann sogar schöner, als die Fotos selber. Ziel der Ausstellung soll sein, dass man ein ganz anderen Blick auf die Fotos hat, als wenn sie nicht im Fotoalbum wären. Wer den Fotoalben frönen möchte, hat noch bis zum 19. Februar Zeit, sich Erinnerungen an die eigene Kindheit und vielleicht an den oderen Sommerurlaub ins Bewusstsein zu rufen.